Raiffeisenbankengruppe und RLB haben 2000 "ihre Ziele erreicht"

21. Mai 2001, 13:54
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RLB-Bilanzsumme um 15,8 Prozent gestiegen

Linz - Die Raiffeisenbankengruppe in Oberösterreich und die Raiffeisenlandesbank (RLB) OÖ haben im Jahr 2000 "ihre Ziele erreicht und ihre expansive Entwicklung fortgesetzt", freute sich am Montag Generaldirektor Ludwig Scharinger in einer Bilanzpressekonferenz in Linz. Sie sei nicht nur volumensmäßig, sondern auch eigenmittelmäßig die stärkste Regionalbank Österreichs geblieben. Auch für heuer erwartet Scharinger, dass die Ergebnisse "wieder stimmen".

Die Bilanzsumme der RLB stieg im Vorjahr auf 134,2 Mrd. S (9,75 Mrd. Euro) - ein Plus von 15,8 Prozent. Das Betriebsergebnis betrug 804,2 Mill. S - um 13,2 Prozent als 1999. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, sei das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit einem Zuwachs von 19,8 Prozent auf 380,2 Mill. S "deutlich gestiegen". Die Geldkapitalbildung - Ersteinlagen und Emissionen - erhöhte sich im Vorjahr um plus 4,2 Prozent auf 62,19 Mrd. S.

"Noch nie da gewesene" Steigerung der Spareinlagen

Eine "noch nie da gewesene" Steigerung der Spareinlagen konnte die Raiffeisenbankengruppe in einem ersten Quartal verzeichnen. Die Zahl der Sparbücher überstieg erstmals die 1,1 Millionen-Grenze - ein Plus von 30.000. Die Bilanzsumme der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich erhöhte sich im Vorjahr um elf Prozent auf 253,2 Mrd. S. Das EGT war mit 1,3 Mrd. S ausgewiesen - ein Zuwachs von 67,9 Prozent.

"Stark expandiert haben wir bei Private Public Partnership-Modellen und im Projektmanagement", berichtete Scharinger. Betrug die Zahl der abgewickelten und in Vorbereitung stehenden Projekte per 1. Jänner noch 148, so waren es zu Jahresende 211. Damit habe sich das Volumen allein zwischen Jahresbeginn und Jahresende um 31,9 Prozent auf 13,67 Mrd. S erhöht. 81 Prozent aller Geschäftsfälle bei der Raiffeisenbankengruppe wurden 2000 über die modernen Bankinformationstechnologien abgewickelt. "Das reduziert unsere Kosten und die Kosten der Kunden", so der Banker. Ziel sei auf 95 Prozent zu kommen.

Eine im Vorjahr durchgeführte Umfrage unter den 2000 "Top-Unternehmen" Österreichs habe die RLB unter 16 Banken an die erste Stelle gereiht, freute sich Scharinger. Er sei nicht berechtigt, weitere Namen zu nennen. Mit den "OberÖsterreich.Häusern" in Wien, Budweis und Prag seien modernste Finanzdienstleistungszentren entwickelt und errichtet worden. Nun wurde auch in Bayern ein Standort fixiert. Ende 2002 soll ein "OberÖsterreich.Haus" in München fertig gestellt sein, teilte Scharinger mit. (APA)

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