BP Austria kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

21. Mai 2001, 13:38
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Jahresgewinn dreht von minus 7,1 auf plus 4,7 Millionen Euro

Wien - Die BP Austria hat im vergangenen Jahr 2000 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Der Jahresgewinn drehte von minus 7,1 auf plus 4,7 Mill. Euro (64,7 Mill. S). Dennoch sei das Ergebnis unter den Erwartungen geblieben. Die Margensituation im Endverbrauchergeschäft sei nach wie vor unbefriedigend, die Mengen seien rückläufig und die hohen Preisschwankungen sowohl bei Rohöl als auch bei den Produktnotierungen hätten sich negativ auf die Bestandshaltung ausgewirkt, erklärte der scheidende Generaldirektor der BP Austria, Roland Pototschnig am Montag vor Journalisten.

Den Umsatz hat BP Austria im vergangenen Jahr von 1,3 auf 1,8 Mrd. Euro gesteigert. Grund dafür seien aber im Wesentlichen die hohen Rohöl- und Produktenpreise gewesen. Das Betriebsergebnis sei auf Grund der schwierigen Marktbedingungen von plus 3,4 auf minus 0,1 Mill. Euro zurückgegangen, so Pototschnig weiter. Der Absatz von BP Austria blieb mit 2,1 Mill. Tonnen 2000 nahezu konstant.

Bedeutung der OPEC nicht zu unterschätzen

Heuer werde sich an der Ertragslage des BP-eigenen Geschäftes wenig ändern. Rund drei Viertel der weltweit nachgewiesenen Erdölreserven sind im Besitz der OPEC. Ihre Bedeutung für das Marktgeschehen lasse mittelfristig einen weiterhin hohen und stark schwankenden Rohlöpreis erwarten. Auch der Euro sei derzeit unverändert schwach und die Produktenpreise am Rotterdamer Markt auf Grund der starken Nachfrage aus den USA weiterhin hoch. Kurzfristig sei daher keine Entspannung bei den heimischen Treibstoffpreisen absehbar, meint Pototschnig.

Im vergangenen Jahr habe BP Austria im Handel mit Treibstoffen 4 Mill. Euro Gewinn erzielt. Bei Anlagen von 170 Mill. Euro entspreche dies einer Kapitalverzinsung von 2 Prozent. Dies werde sich auch heuer nicht ändern. Daher werde man wohl auch heuer im eigenen Geschäft nicht "übermäßig besser" abschneiden, so Pototschnig weiter. (APA)

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