Wollpullover für Pinguine

21. Mai 2001, 13:22
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Sie schützen die kleinen Kerls vor Vergiftungen

Sydney - Pünktlich zum Wintereinbruch haben freiwillige Helfer aus aller Welt für Pinguine auf der australischen Insel Tasmanien rund 1.000 Wollpullovern gestrickt. Die Pullis sollten nicht nur Wärme spenden, sondern die oftmals öl-verschmutzten Pinguine vor allem vor Vergiftungen schützen, teilte die tasmanische Naturschutz-Stiftung am Montag mit. Die Tiere seien von den Pullovern nicht begeistert.

"Aber sie bedecken sie vom Hals bis zu den Füßen. So werden sie davon abgehalten, sich zu putzen und damit giftiges Öl zu sich zu nehmen", erklärte Stiftungs-Sprecherin Jo Castle.

Die Organisation hatte Anfang des Jahres zur Pullover-Spende aufgerufen, nachdem Öl an die Insel-Küste geschwemmt worden war. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. "Sie sind von überall hergeschickt worden, sogar aus Japan", sagte Castle. Auch aus New York habe jemand um ein Muster gebeten, den fertigen Pullover aber bisher noch nicht geschickt. Besonders alte Damen hätten Pullover für die rund 40 Zentimeter großen Tiere in verschiedenen Farben und Designs gestrickt. Manche seien kunterbunt, andere trügen die Farben von australischen Fußball-Mannschaften. Und für elegante Pinguine gebe es auch schwarz-weiße Smoking-Anzüge mit Fliege. (APA/Reuters)

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