Fahrplanwechsel der ÖBB

21. Mai 2001, 12:54
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Verbesserungen in Niederösterreich

St. Pölten - Mit dem Fahrplanwechsel bei den ÖBB ab 10. Juni wird es auf niederösterreichischen Bahnstrecken zu einer Reihe von Verbesserungen kommen. Landeshauptmann Verkehrsreferent Erwin Pröll (V) verwies Montag in einem Pressegespräch in St. Pölten auf zusätzliche Verbindungen und kürzere Fahrzeiten. Ein absolutes Novum ist die Einführung des "RufZuges" im Weinviertel.

Die Verbesserungen

Im Zentralraum werden ab 10. Juni direkte "Wiesel"-Züge auf den Strecken Krems-St. Pölten und Lilienfeld-St. Pölten verkehren. Die Fahrzeit beträgt 30 Minuten, so der Verkehrsplaner des Landes, Friedrich Zibuschka. Auf der Verbindung St. Pölten-Wien wird im Frühverkehr ein Pendlerzug beschleunigt, ein Eilzug hält zusätzlich in Eichgraben-Altlengbach.

Auf der Franz Josefs-Bahn wird es in Hötzelsdorf-Geras (P&R-Anlage, Anm.) einen Eilzug-Halt geben. Im Weinviertel kommt eine Zubringerverbindung Laa a.d. Thaya-Mistelbach zum Eilzug nach Wien. Neu ist auch der "Marchfeldwiesel" von Wien nach Marchegg am späten Nachmittag.

Für Pendler

Auf der Südbahn werden im Pendlerfrühverkehr Eilzüge ohne Halt zwischen Wiener Neustadt und Wien unterwegs sein. Ebenfalls neu: Die Spätverbindung "Theaterzug" nach Wiener Neustadt mit Abfahrt um 0.30 Uhr in Wien-Süd. Auf der Aspangbahn wird am Nachmittag eine zusätzliche Verbindung von Traiskirchen nach Wien geführt.

Da die Nebenbahn Freiland-Türnitz mit 10. Juni eingestellt sein wird, erfolgt eine Umstellung auf Busverkehr. Die Busse werden direkt ab bzw. bis St. Pölten unterwegs sein, so dass kein Umsteigen nach bzw. von Türnitz mehr erforderlich ist.

Absolute Novität

Die Regionalzüge in den Abschnitten Groß-Schweinbarth - Hohenruppersdorf bzw. Gaweinsthal werden an Wochenenden (Samstagnachmittag, Sonn- und Feiertage, Anm.) nur mehr dann geführt, wenn sie tatsächlich in Anspruch genommen werden. Daher wird das"RufZug"-System als Pilotprojekt eingeführt. Unter der Telefonnummer 02289/2500 (Bahnhof Groß-Schweinbarth, Anm) können Bestellungen bis 30 Minuten vor der "offiziellen" Abfahrtzeit bekannt gegeben werden. Pröll: "Anruf genügt, der Zug kommt. Wir werden mit Spannung beobachten, wie die Umsetzung aussieht."

Mariazellerbahn

"Zum wiederholten Mal" stellte der Landeshauptmann fest, dass die Mariazellerbahn "weiter fahren wird". Die Verbindung soll mit einer Offensivstrategie noch attraktiver gemacht werden. Alle anderen Behauptungen seien "unrichtig". Insbesondere von der SPÖ werde "ein Horrorszenario in der Öffentlichkeit konstruiert".

Zibuschka wies darauf hin, dass im Zentralraum des Landes derzeit 30 Prozent der Pendler die öffentlichen Verkehrsmittel benützen würden. Mit den Verbesserungen werde der "Sprung in Richtung 40 Prozent" angepeilt. Der Verkehrsplaner betonte außerdem, dass es in Niederösterreich derzeit 25.000 P&R-Plätze für Pkw und 18.000 für Zweiräder gebe. Allein seit 1995 seien 8.000 bzw. 6.000 errichtet worden. 2002 sollen 2.000 weitere für Pkw und 1.500 für Zweiräder hinzukommen. (APA)

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