Gehrer zeigt kein Verständnis für Streiks

21. Mai 2001, 12:31
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"Nicht zielführend"

Wien - Kein Verständnis für mögliche Streiks der Lehrer sowie der Universitätslehrer hat Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V). Im Zusammenhang mit den geplanten Kampfmaßnahmen der Vorarlberger Lehrer meinte Gehrer am Rande einer Pressekonferenz am Montag in Wien, dass sie es "für nicht besonders zielführend" hält, wenn die Gewerkschaft einen Streik gegen ein Modell genehmigen würde, das sie selber beschlossen habe. Schließlich hätten österreichweit 73 Prozent der Pflichtschullehrer dem neuen Jahresarbeitszeitmodell zugestimmt.

Der Zentralvorstand der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) entscheidet heute, Montag, über die Genehmigung eines Streiks der Lehrer in Vorarlberg. Zumindest beraten werden soll auch über mögliche Kampfmaßnahmen der Uni-Lehrer gegen das geplante neue Dienstrecht an Universitäten.

Den angedrohten Warnstreik der Hochschullehrer am 29. Mai hält Gehrer für "eigenartig". "Was soll ich davon halten, dass Pragmatisierte dagegen streiken, dass junge Leute eine Chance bekommen", so die Ministerin. Denn eines der Hauptziele des neuen Dienstrechts sei es, die Chancen für junge Menschen zu verbessern. (APA)

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