Absahner in Cannes

21. Mai 2001, 12:18
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Und die Statistik sagt: Größter Preisregen seit 1991

Wien - Der Preisregen, der gestern, Sonntag, Abend über "Die Klavierspielerin" von Michael Haneke niederging, stellt in der Festivalgeschichte von Cannes eine Seltenheit dar. Seit 1991, als "Barton Fink" von Joel und Ethan Coen sowohl die Goldene Palme, als auch den Preis für die beste Regie und den besten männlichen Darsteller (John Turturro) erhielt, verbieten laut Auskunft des Festival-Pressebüros die Statuten, dass ein Film im offiziellen Wettbewerb, abgesehen von den Schauspielpreisen, mit mehr als einem der Hauptpreise (Goldene Palme, Großer Preis der Jury, Auszeichnung für das beste Drehbuch und Auszeichnung für die beste Regie) ausgezeichnet wird.

Einen ähnlichen Triumph wie Haneke fuhr in den vergangenen zehn Jahren nur Bruno Dumonts Film "L'Humanite" ein, der 1999, gleich wie "Die Klavierspielerin", sowohl den Großen Preis der Jury gewann als auch den Preis für den besten männlichen Darsteller (Emmanuel Schotte) und den Preis für die beste weibliche Darstellerin (Severine Caneele) - sich letzteren allerdings mit Luc Dardennes "Rosetta" bzw. der Schauspielerin Emilie Dequenne teilen musste. Im vergangenen Jahr hatte Lars von Triers "Dancer in the Dark" sowohl die Goldene Palme als auch den Preis für die beste weibliche Darstellung (Björk) erhalten. (APA)

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