UNO startet Projekt zur Rettung der großen Menschenaffen

21. Mai 2001, 11:56
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Flachland-Gorillas und Orang-Utans könnten schon in den nächsten fünf bis zehn Jahren aussterben

Nairobi - Das UN-Entwicklungsprogramm (UNEP) hat ein Projekt zur Rettung großer Primatenarten, insbesondere Menschenaffen, vor dem Aussterben gestartet. UNEP-Direktor Klaus Töpfer rief am Montag in Nairobi zur internationalen Unterstützung des Überlebensprojekts für Große Affen (GRASP) auf. Nach Schätzung von Experten könnten Arten wie die Flachland-Gorillas und Orang-Utans in den nächsten fünf bis zehn Jahren aussterben, falls die Zerstörung ihres Lebensraums oder die Jagd auf sie nicht eingestellt werden.

Dies wäre "ein Verlust für die Menschheit, ein Verlust für die örtliche Gemeinschaft und ein Loch in der Ökologie unseres Planeten", sagte Töpfer. "Wir können nicht länger tatenlos zusehen wie diese wundersamen Kreaturen, von denen einige 98 Prozent des Erbguts mit Menschen gemeinsam haben, aussterben." Das UNEP werde das Projekt mit 2,35 Millionen Schilling unterstützen.

Nach Angaben eines UNEP-Mitarbeiters benötigt das Projekt 15,7 Millionen, um zu funktionieren. Tierpark-Ranger sollen mit seiner Hilfe mit moderner Kommunikationstechnologie und Fahrzeugen ausgestattet werden, Naturschutzkorridore zur Verbindung zersplitterter Lebensräume angelegt und die örtliche Bevölkerung vom Nutzen der Tiere für den Tourismus überzeugt werden. Konkrete Pläne gibt es beispielsweise für Gorillas im Afi-Gebirge Südnigerias, Schimpansen in der Elfenbeinküste und Orang-Utans im indonesischen Putting-Nationalpark. (APA/AP)

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