Der alte ist der neue

21. Mai 2001, 17:27
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Mongolischer Präsident ist wiedergewählt

Ulan Bator - Der mongolische Präsident Natsagiin Bagabandi ist für eine zweite Amtszeit gewählt worden. Der Kandidat der ex-kommunistischen Mongolischen Revolutionären Volkspartei (MPRP) habe 57,95 Prozent der Wählerstimmen erhalten, teilte der Präsident der Wahlkommission am Montag in Ulan Bator mit. Die Beteiligung an der dritten demokratischen Präsidentenwahl seit dem Ende des Einparteiensystems zu Beginn der 90er Jahre lag bei 82,64 Prozent.

Um das Amt des mongolischen Staatsoberhaupts hatten sich drei Kandidaten beworben: neben dem 51-jährigen Amtsinhaber trat Radnasumberel Gonchigdorj von der Demokratischen Partei an, der 36,58 Prozent der Stimmen erhielt. Der dritte Kandidat Luvsandambyn Daschnyam, der im Wahlkampf der Korruption den Krieg erklärt hatte, galt von vornherein als Außenseiter. Für ihn stimmten 3,54 Prozent der Wähler.

Bagabandi war vor dem Ende der kommunistischen Herrschaft 1990 für kurze Zeit stellvertretender KP-Chef. Bei seiner ersten Wahl an die Spitze des Staates vor vier Jahren erhielt er 63,8 Prozent der Stimmen. Bagabandi steht ein schwieriges zweites Mandat bevor. Die Arbeitslosenrate in dem zentral-asiatischen Land liegt bei 30 Prozent. 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Der Übergang zur Marktwirtschaft ist vor allem einer schmalen Schicht reicher Geschäftsleute zu Gute gekommen. Im März waren nach dem härtesten Winter seit 30 Jahren in der Mongolei nach UNO-Angaben eine halbe Million Menschen von Hunger bedroht. (APA)

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