Austria Tabak hat weniger verdient

21. Mai 2001, 19:04
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Betriebserfolg ist um elf Prozent gesunken - Umsätze sind gestiegen

Wien - Mit höheren Umsätzen, aber leicht schwächeren Erträgen hat der börsenotierte Zigarettenhersteller Austria Tabak das erste Quartal 2001 abgeschlossen. Wie das Wiener Unternehmen am Montag bekannt gab, lag der Betriebserfolg (EBIT) mit 552 Mill. S (40 Mill. Euro) um elf Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 620 Mill. S, bei einer Umsatzsteigerung um 3,5 Prozent von 11,91 auf 12,33 Mrd. S. Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) sank um rund acht Prozent von 574 auf 527 Mill. S.

Als Hauptgrund für die schwächere Gewinnentwicklung führt Austria Tabak eine Preisumstellung bei den deutschen Automatenpackungen im November des Vorjahres an. Diese Umstellung von fünf auf sechs DM sei vom Konsumenten nur zögernd angenommen worden, so Vorstandsdirektor Heinz Schiendl, obwohl de facto der Stückpreis in Form einer höheren Zigarettenmenge in den Packungen zurückgenommen worden sei. Auch in der Vergangenheit sei es nach Preisanhebungen im Automatengeschäft zu zeitlich begrenzten "Durchhängern" gekommen.

Mehr Zigaretten abgesetzt

Für den Geschäftsbereich Tabakindustrie erwartet Austria Tabak, dass das Rekord-Absatzergebnis des Vorjahres (rund 30 Milliarden Zigaretten) im laufenden Jahr 2001 zumindest erreicht werden kann. Für den Handel wird angesichts der besseren Absatzlage bei der Tobaccoland Automatengesellschaft im April dieses Jahres mit einer schrittweise Rückkehr der Konsumenten zu den Automaten gerechnet.

Austria Tabak beschäftigte im ersten Quartal durchschnittlich 3.636 Mitarbeiter.

HV beschließt Dividendenerhöhung auf 2,50 (2,10) Euro

Die Austria Tabak AG schüttet für das Geschäftsjahr 2000 wie geplant eine Dividende von 2,50 Euro (34,4 S) je Aktie aus. Die Aktionäre haben einen entsprechenden Vorschlag des Vorstandes angenommen. Der Dividendenabschlag erfolgt am kommenden Freitag. Für das vorangegangene Geschäftsjahr 1999 hatte die AT 2,10 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet.

756,8 Mill. S (55 Mill. Euro) aus dem Gewinn 2000 werden an die Aktionäre ausgeschüttet, die restlichen 373.000 S werden auf neue Rechnung vorgetragen. Bei der HV anwesend waren knapp 400 Aktionäre, die insgesamt mehr als 6 Millionen Stück Aktien vertraten.

Der AT-Vorstand aus Heinz Schiendl und Jörg Schram wurde einstimmig entlastet, ebenso der Aufsichtsrat. Die Aktionäre bestätigten bei der HV auch den Geschäftsabschluss 2000. Demnach stieg der konsolidierte Konzernumsatz um 9,2 Prozent auf 51,4 Mrd. S, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag mit 2,7 Mrd. S um 17,3 Prozent über dem Vorjahreswert nach IAS. (APA)

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