175 Menschen in der lybischen Wüste verdurstet

21. Mai 2001, 12:37
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Bisher 93 Leichen gefunden

Kairo/Tripolis - In der Libyschen Wüste sollen 175 Einwanderer verhungert und verdurstet sein. Wie ein Sprecher der libyschen Führung der überregionalen arabischen Tageszeitung "Al-Scharq Al-Awsat" berichtete, wurden bisher die sterblichen Überreste von 93 Afrikanern gefunden. Es werde vermutet, dass in der unbewohnten Region von Marzuq im Süden des Landes noch weitere 82 Einwanderer den Tod gefunden hätten, sagte er. Die Suche nach den Leichen werde fortgesetzt.

Staatschef Muammar el Gaddafi habe eine Kommission zur Untersuchung des Vorfalls gegründet, erklärte der Sprecher. Die libyschen Behörden lehnten jedoch jede Verantwortung für das Drama ab. Schuld seien die Menschenschmuggler, die an den "Todesreisen" verdienten, hieß es. (APA)

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