Zweimal das erste Mal

22. Mai 2001, 10:56
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Albert Portas (in Hamburg) und Jelena Dokic (in Rom) debütierten am Sonntag als Turniersieger

Hamburg/Rom - Premieren-Sonntag im internationalen Tennis: In Hamburg (2,95 Mio Dollar) kämpfte Qualifikant und St. Pölten-Starter Albert Portas im rein spanischen Endspiel Juan Carlos Ferrero in 3:36 Stunden mit 4:6,6:2,0:6,7:6,7:5 nieder und Jelena Dokic beendet im Finale des 1,2 Millionen- Dollar-Turniers in Rom mit einem 7:6,6:1-Sieg über Amelie Mauresmo die Serie der Französin, die heuer wie Ferrerero bereits vier Turniere gewonnen hat. Für Portas und Dokic waren es jeweils die ersten Turniersiege.

St. Pölten darf sich freuen. Portas ist beim Raiffeisen-Cup als Nummer fünf gesetzt und offensichtlich in der Form seines Lebens. Wie sein Landsmann Roberto Carretero 1996 kämpfte er sich als Qualifikant in Hamburg zum Turniersieg. In einem denkwürdigen Finale, dass er gegen den Sieger von Dubai, Estoril, Barcelona und Rom nach der "Höchststrafe" im dritten Satz fast schon verloren glaubte. So aber sicherte er sich nach 216 Minuten den ersten Masters-Sieg und 400.000 Dollar (455.737 Euro/6,27 Mill. S) Preisgeld. "Das ist der größte Tag in meinem Leben", jubelte Portas.

Wollen und mehr

Auch Dokic hat gleich mit ihrem ersten Turniersieg einen Erfolg bei einem Masters-Serie-Event gefeiert. Die 18-jährige Jugoslawin kassierte für ihren Erfolg in Rom 178.000 Dollar (202.803 Euro/2,79 Mill. S), der Erfolg wird sie auf Platz 17 der Weltrangliste bringen.

Der hart umkämpfte erste Satz dauerte 50 Minuten, für den zweiten benötigte Dokic nur noch 20. Erst im Jänner hatte sie ihrer Wahlheimat Australien den Rücken gekehrt, seit dem spielt die Wimbledon-Halbfinalistin des Vorjahres wieder für Jugoslawien. "Ich wollte diesen Titel unbedingt. Und als ich den ersten Satz gewonnen hatte, wollte ich ihn noch mehr und habe noch besser gespielt. Das hat sie gebrochen, sie war im zweiten Satz nicht mehr ganz bei der Sache", sagte Dokic. (APA/Reuters)

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