Golf: Gane gewinnt Austrian Open

20. Mai 2001, 19:03
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Markus Brier nur auf Rang 16

Frohnleiten- Nichts ist es geworden mit einem Heimsieg bei den Golf-Austrian Open im GC Murhof. Österreichs Nummer eins Markus Brier steigerte sich in der Steiermark zwar nach einer verpatzten Auftaktrunde, mehr als Platz 16 schaute für den mit Ausnahmegenehmigung gestarteten Wiener aber nicht heraus. Der Sieg ging an den Engländer Chris Gane, der sich mit 270 Schlägen einen Schlag vor seinem Landsmann Andrew Marshall und zwei vor dem Belgier Didier de Vooght seinen ersten Erfolg auf der Challenge-Tour sicherte.

Brier war auch am Sonntag trotz einer 68er-Runde nicht in Bestform. "Begonnen habe ich ganz gut, aber dann bin ich total aus dem Rhythmus gekommen. Bei meinem kurzen Spiel haben Licht und Schatten gewechselt, das lange Spiel war einfach schlecht. So gesehen muss ich zufrieden sein", meinte der Wiener, dem nach wie vor die 73er-Auftaktrunde im Magen lag. "Da habe ich gewusst, dass es sich für einen Platz ganz vorne nicht mehr ausgehen kann. Von Freitag bis Sonntag habe ich dann elf unter Par gespielt, das wäre in Ordnung gewesen."

Allerdings: Auch Sieger Gane, der bisher nur einen zehnten Platz auf der Challenge-Tour vorzuweisen hatte, begann mit einer 73 und stand am Ende ganz oben. Dafür kassierte er 15.000 Euro (206.312 S), mehr als er bisher in seiner ganzen Karriere verdient hatte. "Ich hatte mir für diese Saison einen Sieg vorgenommen. Dass er schon so früh kommt, ist umso schöner. Jetzt will ich in den Top 15 bleiben und so eine Karte für die European Tour bekommen", freute sich der Engländer.

Die anderen beiden Österreich im Finale, die Tiroler Ulf Wendling und Rudi Sailer, schlugen sich am Sonntag unterschiedlich. Wendling beendete das Turnier nach einer 69er-Runde, wobei er sechs Birdies schaffte, auf dem 28. Platz und ist damit weiter bester Österreicher auf der Challenge-Tour. "Ich war hier sehr zufrieden", bilanzierte Wendling, "Ich habe konstant gespielt - und das, obwohl bei einem Heimturnier einfach mehr Druck da ist."

Enttäuscht war hingegen Rudi Sailer, der am Schlusstag nach guten acht Löchern (drei unter), einbrach und "nur" eine Par-72-Runde ins Klubhaus brachte. "Was ich heute geliefert habe, war eine Katastrophe. Normal hätte sechs unter Par spielen müssen", ärgerte sich der Kitzbüheler, der das Turnier auf dem 32. Platz beendete. (APA)

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