13 Pfadfinder verloren den Pfad

21. Mai 2001, 21:59
posten

Das "Fähnlein Fieselschweif" empfand die Aktion als "cool"

Wien - "Gut Pfad" war nicht - aber das zum Glück glimpflich: Samstagabend geriet eine Gruppe von 13 Pfadfindern auf der Hohen Wand (Niederösterreich) in Bergnot und musste von der Bergrettung Grünbach am Schneeberg zunächst gesucht und ins Tal gebracht werden. Alle Pfadfinder - im Alter von neun bis 20 Jahren - haben das gefährliche Abenteuer heil überstanden, teilte die Bergrettung mit.

Die Pfadfinder waren ohne Betreuer gegen 18.00 Uhr aufgestiegen. Sie wollten über den Wagnersteig zur Eicherthütte wandern, als sie von der Dunkelheit überrascht wurden und sich in der Folge im schroffen Gelände weder vor noch zurück trauten. Ein Jugendlicher ging allein weiter, um von der Hütte aus Hilfe zu holen. Via Handy wurde die Bergrettung über den Notruf 140 verständigt. "Die Jugendlichen haben richtig gehandelt", betonte Robert Glock von der Bergrettung.

Die Retter seilten die Kinder einzeln ab. "Wer dort ausrutscht, kann 150 bis 200 Meter tief abstürzen", so Glock. Das "Fähnlein Fieselschweif" empfand die Aktion eigenen Angaben zufolge allerdings wohl eher als "cool" denn als gefährlich, der Ernst ihrer Lage sei den meisten nicht bewusst gewesen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21. 5. 2001, red)

Share if you care.