Sparkassen - Garantiefonds auch im Sparkassensektor

20. Mai 2001, 18:02
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Der lange zerstrittene Sparkassensektor soll noch enger zusammen rücken

Wien - Der lange zerstrittene Sparkassensektor soll noch enger zusammen rücken. Als nächster Schritt ist nach einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" ein Garantiefonds ("Jeder haftet für jeden") geplant.

Ginge ein Institut pleite, würde aus diesem Fonds gezahlt. Die geplante "Erste"-Garantiegesellschaft würde aber auch schon eingreifen, wenn eine Sparkasse in die Gefahrenzone gerät, und zwar bis zum Auswechseln des Vorstands, heißt es in dem Bericht.

In der Praxis wurde dieses Auffangsystem für Notfälle schon gehandhabt - der Sektor hat seine Probleme bisher stets in sich bewältigt -, jetzt solle es aber institutionalisiert werden. Was, so die Hoffnung, auch die Rating-Agenturen bei der Bonitätsbeurteilung honorieren werden. Ähnliche Garantiegemeinschaften haben wie berichtet im Hinblick darauf bereits die beiden anderen dezentralen österreichischen Kreditinstitutssektoren - Raiffeisen und Volksbanken - eingerichtet.

Ein weiteres Thema bei der Sparkassentagung in Pörtschach (21. bis 23. Mai) wird die s-Bausparkasse sein. Sie gehört derzeit zur Gänze der Erste Bank, die aber Anteile an die Bundesländersparkassen verkaufen und im Sektor eine neue gemeinsame Wohnbaustrategie aufziehen will. Angestrebt wird die Abgabe von mindestens 25 Prozent, laut "SN" kann es aber auch die Mehrheit sein. Bisher habe sich der Deal am hohen Preis gespießt. (APA)

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