Mubarak: "Arroganz der Macht" wird Israel nicht weiterbringen

20. Mai 2001, 12:35
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Für Ägyptens Präsident ist der "Point of no Return" fast erreicht

Kairo - Für Ägyptens Präsident Hosni Mubarak ist der Einsatz israelischer Kampfflugzeuge gegen die Palästinenser ein "unglaublicher Vorgang", der durch nichts zu rechtfertigen ist. "Wie kann man das Werfen von Steinen und Mörsergranaten-Attacken mit dem Einsatz der F-16 beantworten, einem Flugzeug, das für die Landesverteidigung gedacht ist?", sagte Mubarak am Sonntag vor der Presse in Kairo.

"Die Arroganz der Macht wird Ariel Sharon nicht weiterbringen", warnte der ägyptische Präsident. Es sei zu befürchten, dass im Nahen Osten bald der Punkt erreicht sei, an dem kein Weg mehr zurückführe. Die arabischen Regierungen hätten schließlich auch die öffentliche Meinung in ihren Ländern zu berücksichtigen. "Wir können die Leute nicht anlügen", betonte Mubarak.

Israel setze alles daran, um die ägyptisch-jordanische Friedensinitiative zu Fall zu bringen, erklärte der Präsident. Die Araber wollten trotz allem daran festhalten. Auf den am Vorabend gefassten Beschluss der Außenminister der Arabischen Liga, die politischen Kontakte zu Israel abzubrechen, ging Mubarak nicht ein. (APA/dpa)

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