Chronologie der Rettung im französischen Jura

20. Mai 2001, 11:53
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Eigentlich sollte der Ausflug nur einige Stunden dauern

Besancon - Eigentlich wollten die acht Schweizer nur wenige Stunden unterwegs sein, doch daraus wurde ein spektakuläres, mehrtägiges Höhendrama:

Mittwoch, 16.5.:

Acht Schweizer steigen in die Goumois-Höhle im französischen Jura ab. Dort werden die Studenten mit ihrer Führerin vom Hochwasser überrascht. Ihr Rückweg ins Freie ist versperrt.

Donnerstag, 17.5.:

Bis zu 200 Helfer sind im Dauereinsatz, um die Eingeschlossenen zu suchen. Sie gehen davon aus, dass die Höhle fast vollständig unter Wasser steht. Am Abend gelingt es zwei Tauchern, erstmals tiefer in die Grotte vorzudringen - jedoch ohne ein Lebenszeichen der Eingeschlossenen zu finden.

Freitag, 18.5.:

Die Retter haben die Hoffnung fast aufgegeben. Da kommt gegen 10.40 Uhr die überraschende Nachricht: Die Vermissten sind lebend gefunden. Ein Taucher ist bis zu den Eingesperrten vorgedrungen. Die fünf Männer und drei Frauen zwischen 20 und 30 Jahren harren in einem Hohlraum aus. Taucher hoffen, sie bis zum Abend zu bergen.

Samstag, 19.5:

Die Bergung verzögert sich immer weiter, weil das Wasser in der Höhle trotz der ununterbrochenen Pumparbeiten weiter ansteigt. Am Abend sprengen die Hilfstrupps einen Felsteil weg. Jetzt endlich fließt das Wasser schnell ab - 20 Minuten später, gegen 20.30 Uhr, kommen die Verunglückten wieder an die Oberfläche. (APA/dpa)

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