Südtiroler Union lehnt "Experimente" mit Autonomie ab

20. Mai 2001, 16:22
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Widerstand gegen Verwässerung der Ansässigkeitsklausel

Bozen - Die Union für Südtirol hat "Experimente" mit Bestimmungen der Autonomieregelung abgelehnt. Bei der 9. ordentlichen Landesversammlung am Samstag in Terlan wurde der Widerstand gegen "die Verwässerung" der vierjährigen Ansässigkeitsklausel zur Erlangung des aktiven Wahlrechtes in der politischen Hauptresolution bekräftigt. Festgehalten werden müsse außerdem am muttersprachlichen Unterricht an Schulen.

LAbg. Eva Klotz warnte vor den Delegierten vor einer Untergrabung der Säulen des Volksgruppenschutzes. Grundprinzipien und Grundrechte wie etwa die Ansässigkeitsklausel bei Wahlen oder das Sprachenprinzip im Unterricht müssten gewahrt bleiben. Es dürfe keine Immersion oder wie auch immer geartete sonstige sprachliche und kulturell für die deutsche und ladinische Volksgruppe gefährliche Entwicklung und Experimente geben.

Die Autonomie bezeichnete Klotz neuerlich als Übergangslösung bis zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes. Einer multikulturellen Gesellschaft erteilte sie eine Absage. Alle Tendenzen in diese Richtung hätten nur die Assimilierung und Italienisierung der Südtiroler als Ziel. (APA)

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