Kostenlose MP3s via Satellit und Kabel

21. Mai 2001, 08:59
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Woran Napster sich die Zähne ausgebissen hat, schafft r@diomp3

Mit r@diomp3 gibt es weltweit den ersten Radiosender, der sein Programm ohne Internetanbindung im MP3-Format ausstrahlt. Der Clou: Für die Übertragung wird die so genannte Austastlücke eines Fernsehsenders eingesetzt, über die andere Sender Videotext übermitteln, schreibt das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe.

"In durchaus brauchbarer Qualität"

Woran Napster sich die Zähne ausgebissen hat, schafft das Münchener Unternehmen MusicPl@y mit r@diomp3: Es ermöglicht seinen über 600.000 registrierten Hörern, auch urheberrechtlich geschützte MP3-Dateien ohne Zahlungen an die Musikindustrie legal auf die heimische Festplatte zu laden. r@diomp3 hat eine reguläre Sendelizenz für ein bundesweit empfangbares Satelliten-Programm erhalten - zu hören über eine TV-Tunerkarte auf dem PC. "Und das, anders als in den Anfängen, in durchaus brauchbarer Qualität," sagt c't-Redakteur Sven Hansen.

Daueraufnahme möglich

Wer will, kann per Mausklick den jeweils aktuellen Song auf die Festplatte laden. Auch eine Daueraufnahme ist möglich. Doch mit der ursprünglichen Vielfalt von Napster kann das Radio nicht mithalten: Die zentrale Sender-Hörer-Struktur ermöglicht keinen Austausch von MP3-Dateien und somit auch keine gezielte Suche nach einem speziellen Song. Wie beim herkömmlichen Radio sind die Hörer auf die Auswahl der Musikredakteure des Senders angewiesen. Der Vorteil: Es fallen keine Online-Gebühren an und eine entsprechend große Festplatte fasst einige Stunden Daueraufnahmen im MP3-Format. Was nicht gefällt, kann man löschen.

In Planung ...

Derzeit nutzt r@diomp3 die Austastlücke von NBC-Europe. Zukünftig will das Unternehmen auch nach weiteren ungenutzten Austastlücken suchen, um die Übertragungsraten zu erhöhen. Auch die Übertragung von Bewegtbildern und Software ist in Planung.

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