Peru: Behörden legen endlich Ergebnis erster Wahlrunde vor

20. Mai 2001, 09:50
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Toledo bei 36 Prozent - Garcia kommt auf 25 Prozent

Lima - Das seit langem erwartete offizielle Endergebnis der peruanischen Präsidentenwahl vom 8. April ist am Samstag nur zwei Wochen vor der Stichwahl endlich vorgelegt worden. Demnach kam der Populist Alejandro Toledo von der Partei Peru Posible auf 36,51 Prozent. Der sozialdemokratische frühere Präsident Alan Garcia von der Apra-Partei habe 25,78 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Zählbehörde ONPE weiter mit.

Da keiner der Kandidaten die für einen Sieg notwendige absolute Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme erzielte, müssen Toledo und Garcia am 3. Juni erneut gegeneinander antreten. Umfragen zufolge kann Toledo mit 42 Prozent der Stimmen rechnen und Garcia mit 27 Prozent.

Aus Protest gegen beide Kandidaten wollen etwa 30 Prozent angesichts der Wahlpflicht unausgefüllte oder ungültig gemachte Wahlzettel abgeben. Toledo könnte daher mit 61 Prozent der gültigen Stimmen einen Sieg über Garcia erringen, der auf 39 Prozent der gewerteten Stimmen käme. Eine vom Fernsehen live übertragene Debatte zwischen den beiden Kandidaten am Samstagabend wurde mit Spannung erwartet.

Bei der Stichwahl wird ein Nachfolger des früheren Amtsinhabers Alberto Fujimori bestimmt. Er war vergangenen Herbst über einen Korruptionsskandal gestürzt und nach Japan in die Heimat seiner Vorfahren geflohen. (APA/dpa)

Auf Platz drei der ersten Wahlrunde kam mit 24,30 Prozent die christlichsoziale Politikerin Lourdes Flores gefolgt von Fernando Olivera von der Partei FIM, der 9,85 Prozent erhielt. Die restlichen Kandidaten erhielten nur wenige Stimmen.

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