Erste Welt kann von indigenen Völkern lernen

20. Mai 2001, 18:29
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Was über Jahrtausende an Wissen zusammen getragen wurde, wird nun in einer Weltkonferenz präsentiert

Honolulu - Die Erste Welt soll auf die Stimme jener Völker hören, die seit Jahrtausenden Medizin, Landbau und nachhaltiges Wirtschaften gelernt haben - dieser Slogan steht beim Kongress über traditionelles Wissen indigener Völker, der vom 28. Mai bis 1. Juni in Honolulu/Hawaii stattfindet, im Vordergrund. 315 Sprecher aus 50 Staaten werden an der Veranstaltung teilnehmen.

"Traditionelle hawaiianische Heiler, Naturschützer aus Madagaskar, Samoa, Simbabwe, Repräsentanten der Ureinwohner Nordamerikas, Wissenschaftler, Forscher, Lehrer und Studenten werden zu dem Kongress erwartet", so Markus Faigle, Mitveranstalter des Kongresses. Insgesamt werden Teilnehmer aus 71 Staaten erwartet. In verschiedenen Sessions, Vorträgen und Meetings werden die Vertreter über ihre Erfahrungen, Forschungsarbeiten und Ideen berichten.

"Drei Jahre haben die Veranstalter an dem Zustandekommen dieser Konferenz gearbeitet, um möglichst viele verschiedene Gruppen, die mit traditionellem Wissen und natürlichen Ressourcen arbeiten, einzuladen", so der Botaniker Will McClatchey. "Wie erwarten uns, dass die Dialoge zur Entwicklung einer positiven und langfristigen Verbindung, die zur Aufrechterhaltung von traditionellem Wissen beitragt, führen", so Faigle. "Das Wissen sollte auch zu einer Neubewertung der wirtschaftlichen Prioritäten sowie zur Belebung der erneuerbaren Ressourcen, die die kulturelle Selbstbestimmung respektieren, führen", wünscht sich der Veranstalter.

So werden auch alte hawaiianische Bräuche eine wesentliche Rolle bei der Konferenz spielen. Neben Präsentationen von traditioneller Medizin und anderem Wissen wird den Teilnehmern ein kulturelles Programm mit Gesängen, Musik und Tanz vorgeführt. (pte)

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