Ex-LiF-Politiker Strohmayer will Autoteile-Forstinger kaufen

19. Mai 2001, 18:00
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Auch Dorotheum und die Holding GBI auf seiner Einkaufsliste

Wien - Der frühere Steuerberater und Ex-LiF-Politiker Johannes Strohmayer will die insolvente Autozubehör-Kette Forstinger übernehmen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner jüngsten Ausgabe. Strohmayer hat vor, mit seiner Investgesellschaft Euro Capital Partners (ECP) ein Offert für Forstinger abzugeben. "Wir prüfen gerade die neuesten Zahlen. Wenn die Bank entsprechend nachläßt, ist Forstinger eine sehr interessante Sache", wird Strohmayer zitiert.

Der im Ausgleich befindliche Autoteile-Filialist hat 600 Mill. S Verbindlichkeiten bei der Bank Austria. Auf rund 350 Mill. S ist das Kreditinstitut laut "Format" bereit, zu verzichten. Die Chancen von Strohmayers ECP für einen Zuschlag stünden gut, da es nicht viele Interessenten geben dürfte. Mittlerweile stehe fest, dass ein Ausgleich bei Forstinger nur durch einen Verkauf zu erfüllen sei. Ansonsten sei der Anschlusskonkurs unvermeidlich. "Wir hätten schon ein Management für die Forstinger-Gruppe", so Strohmayer.

Auf der Einkaufsliste des Ex-Politikers stehe auch das Auktionshaus Dorotheum, das von der ÖIAG verkauft wird: "Da werden wir uns sehr bemühen, damit wir zum Zug kommen." Kaufpreis: rund eine Milliarde Schilling. Auch für eine Übernahme der staatlichen Holding GPI, zu der Austria Antriebstechnik, Assmann Ladenbau und Ergee-Strümpfe gehören, interessiert sich Strohmayer. Von der ÖIAG hat die ECP bereits die Staatsdruckerei gekauft.

Für eine weitere ECP-Beteiligung, die Bio Life Science, ist Strohmayer gerade dabei, 200 Mill. Dollar, umgerechnet drei Mrd. S, bei Investoren in New York zu sammeln. Die Bio Life Science arbeitet an der Entwicklung eines vorbeugenden Krebsimpfstoffes. Strohmayer: "Für Brustkrebs sind die Tierversuche abgeschlossen. Im Herbst sollen die Humantests beginnen. Da explodieren natürlich die Kosten." (APA)

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