Powell nach Telefonat mit Sharon "frustriert"

19. Mai 2001, 15:40
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Geplantes Treffen mit Arafat kommt vorläufig nicht zu Stande

Washington - US-Außenminister Colin Powell ist nach amerikanischen Medienberichten über die Lage im Nahen Osten zunehmend frustriert. Powell telefonierte nach dem dem jüngsten Ausbruch der Gewalt am späten Freitag Abend (Ortszeit) mit dem israelischen Regierungschef Ariel Sharon. Danach habe sich Powell "frustriert" gezeigt, berichtete der Nachrichtensender CNN am Samstag. Auch die Pläne für ein in der kommenden Woche vorgesehenes Treffen zwischen Powell und Palästinenser-Präsident Jassir Arafat seien nun erst einmal aus Eis gelegt worden, verlautete aus der Umgebung des Außenministers.

Powell hatte auf einer Pressekonferenz Freitag Nachmittag seinen Ton verschärft und verlangt, dass alle Gewalt "auf Null" gebracht werden müsse, bevor neue substanzielle Verhandlungen aufgenommen werden könnten. In den vergangenen Wochen hatten die USA stets nur von einer "erheblichen Verringerung" der Gewaltanwendung als Voraussetzung für Verhandlungen gesprochen. Powell räumte indirekt ein, dass die USA zurzeit machtlos seien. (APA/dpa)

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