Missbrauchs-Affäre in Heim in Waidhofen/Ybbs weitet sich aus

19. Mai 2001, 12:58
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Bis zu 50 Verdächtige - Täter teilweise minderjährig

Wien - Die Affäre um angeblich sexuelle Übergriffe in einem Heim in Waidhofen/Ybbs dürfte sich ausweiten. Mehreren Medienberichten zufolge kamen bei den Ermittlungen der Kriminalabteilung Niederösterreich, die nun abgeschlossen sind, zu Tage, dass sich bis zu 50 Burschen an schwächeren Insassen vergangen haben sollen.

Von den Verdächtigen sollen aber nur zehn zum Zeitpunkt der Taten vor einigen Jahren strafmündig gewesen sein. Die Schüler sollen des öfteren jüngere Kollegen belästigt haben. Die Opfer hätten sich schließlich einem Psychotherapeuten anvertraut, der sofort die Landesregierung informierte.

Im Landesjugendheim in Waidhofen an der Ybbs werden Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Behinderungen und schweren Defiziten betreut. Ein Drittel davon hat sexuelle Übergriffe erlitten, bevor sie in ein Heim, in eine Wohngemeinschaft oder auf einen Pflegeplatz gekommen sind. (APA)

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