Moskau: CIA unterwandert Hilfsorganisationen im Kaukasus

19. Mai 2001, 11:16
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Moskau - Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat dem US-Auslandsgeheimdienst CIA eine Unterwanderung humanitärer Organisationen im Kaukasus vorgeworfen. In mehr als 40 internationalen Hilfsorganisationen in der Region seien Agenten des US-Geheimdienstes aktiv, sagte der FSB-Abteilungsleiter für Nordossetien, Wladimir Besugli, am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax.

Beispielsweise würden durch mehrere in Georgien tätige humanitäre Organisationen mit Hilfe der CIA die Rebellen in Tschetschenien mit Lebensmitteln und Medikamenten unterstützen. Im vergangenen Jahr seien fünf Mitarbeiter von internationalen Organisationen der Spionage angeklagt und aus dem Nordkaukasus und Russland ausgewiesen worden, sagte Besugli weiter.

Russische Behörden warfen der CIA wiederholt vor, die tschetschenischen Rebellen zu unterstützen. Den Behauptungen zufolge sollen hochrangige Rebellenführer im Sold des US-Geheimdienstes stehen. Russische Truppen hatten Anfang Oktober 1999 einen Krieg gegen die abtrünnige Republik begonnen. (APA)

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