Schuschnigg will Republik auf zumindest 16 Milliarden Schilling klagen

19. Mai 2001, 11:10
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NS-Opfer wurden noch nicht ordentlich entschädigt

Wien - Rainer Greeven, Anwalt von Kurt Schuschnigg jr., präzisierte nun die Höhe der von seinem Mandanten geplanten Sammelklage gegen die Republik Österreich. Die Klagshöhe werde sicherlich "über der im Restitutionsvergleich zwischen den Regierungen der Vereinigten Staaten und Österreichs ausverhandelten Höhe liegen", so Greeven. Damit werde die Klagssumme zumindest 16 Mrd. S betragen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner jüngsten Ausgabe.

Nach Ansicht Greevens sind NS-Opfer wie Kurt Schuschnigg, letzter Kanzler des austrofaschistischen Regimes, der ab dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland bis zur Befreiung 1945 in Gestapo- oder KZ-Haft war, nicht entsprechend im Vergleich berücksichtigt. Schuschniggs Sohn Kurt, erklärt sein Motiv so: "Jetzt haben die Juden endlich Entschädigung erhalten, zwar viel zu wenig, aber immerhin. Nun will ich ein Signal setzen, dass es auch noch andere NS-Opfer gibt, die Anspruch auf Entschädigung haben." (APA)

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