Hunderte totgeborene Fohlen in Kentucky

18. Mai 2001, 22:46
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Möglicherweise sind Giftstoffe im Weidegras der Pferdezucht-Hochburg

Washington - In der US-amerikanischen Pferdezucht-Hochburg Kentucky sorgt ein rätselhaftes Fohlensterben für Beunruhigung. Seit Ende April wurden mehr als 480 tot geborene Fohlen registriert. Wie US-Medien am Freitag berichteten, hatten Experten an der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität von Kentucky in Lexington Weidegras sowie Gewebeproben von Fohlen untersucht. Bisher habe es dabei keine Hinweise auf eine Infektion oder auf eine übertragbare Seuche gegeben, hieß es.

Nach Angaben von Experten liegt die Zahl der tot geborenen Fohlen um ein Vielfaches über der Norm. Allein zwischen Mittwoch und Donnerstag seien neun tote Fohlen der Universität übergeben worden. Einige Experten hatten vermutet, dass möglicherweise Pilze im Weidegras Giftstoffe produzieren, die den ungeborenen Fohlen schaden. Anfang der Woche hatte die weltbekannte Versicherungsagentur Lloyd's in London es abgelehnt, neue Versicherungspolicen für Fohlen der Pferdezüchter in Kentucky abzuschließen. (APA/dpa)

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