Ein Physiker werkelt an der Zeitmaschine

18. Mai 2001, 22:10
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"Die Krümmung des Raum-Zeit-Gefüges kann man sich vorstellen wie das Verbiegen eines Gummischlauchs ..."

London - Der amerikanische Physiker Ronald Mallet dem kollektiven Traum von Zeitreisen sein persönliches Konzept hinzugefügt. Und so sieht seine Version aus: In einem Bad ultrakalter Atome solle ein Lichtstrahl im Kreis laufen - auf der gleichen Bahn solle ihm ein zweiter Lichtstrahl entgegenkommen. Stimmen die Berechnungen des Physikers, krümmen sich auf den Bahnen dann nicht nur die Lichtstrahlen, sondern auch die Zeit. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in seiner jüngsten Ausgabe.

"Diese Krümmung kann man sich vorstellen wie das Verbiegen eines Gummischlauchs: Ist die Kraft groß genug, schließt er sich zu einem Ring. Übertragen auf die Zeit bedeutet das, dass sich Zukunft und Gegenwart begegnen. Ein Mensch könnte in einem solchen Zeitring herumlaufen und käme an seinem Ausgangspunkt zur gleichen Zeit an, an der er gestartet ist", so Mallets Theorie.

"Ich sage nicht, dass es einfach ist. Aber wir reden hier nicht mehr nur über exotische Technologien", so der Experimentalphysiker von der Connecticut University . Die Idee solle zunächst mit einzelnen Atomen umgesetzt werden. Von einer Zeitmaschine, in der sich auch Menschen auf die Reise machen könnten, sei man allerdings noch weit entfernt. (pte/red)

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