Washington setzt erste Akzente in Richtung Balkan-Rückzug

18. Mai 2001, 17:50
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Rumsfeld für Abzug von US-Soldaten aus Bosnien

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dringt auf den Abzug von etwa 3300 US-Soldaten vom Balkan. Deren Aufgabe sei erfüllt, sagte Rumsfeld in einem Interview der "Washington Post", das am Freitag veröffentlicht wurde. Rumsfeld wies Berichte zurück, dass er in dieser Frage mit Außenminister Colin Powell uneins sei. Er habe keine Probleme mit Powell, aber er dringe auf einen Abzug, denn in Bosnien sei "die militärische Aufgabe seit drei oder vier Jahren erledigt." Rumsfeld räumte "institutionelle Reibungen" zwischen seinem Haus und dem Außenministerium ein. Er habe aber gute Beziehungen zu Powell.

Die US-Streitkräfte sind sowohl an der Bosnien-Friedenstruppe SFOR als auch an der Kosovo-Friedenstruppe KFOR beteiligt. In Europa werden die Bestrebungen der USA, ihr Engagement auf dem Balkan zu verringern, kritisch gesehen. (APA/Reuters)

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