Rekord gebrochen

18. Mai 2001, 15:00
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Schweizer Presserat verzeichnet Zunahme der Beschwerden

Der Schweizer Presserat hat im Jahr 2000 fast doppelt so viele Entscheidungen gefällt wie im Vorjahr. Mit insgesamt 44 Stellungnahmen brach er den letztjährigen Rekord, wie der Presserat am Freitag mitteilte. Von den 55 neu eingetroffenen Beschwerden wurden neun durch Beschwerderückzug und zwei durch Nichteintreten erledigt. Häufig standen Leserbriefe im Zentrum.

Die Beschwerden haben thematisch fast alle Bereiche der Medienethik betroffen. So ging es um mangelnde Fairness, unvollständige Information, ungerechtfertigte Anschuldigungen, Missachtung des Wahrheitsgebots, Verweigerung der Anhörung, Verletzung der Privatsphäre und die Grenzen der Satire.

Aus eigenem Antrieb erarbeitete der Presserat eine Stellungnahme zur journalistischen Ethik im Internet sowie zur diskriminierenden Verwendung des Begriffs "Ex-Jugoslawien". Sämtliche Entscheide sind in der soeben veröffentlichten Sammlung der Stellungnahmen des Schweizer Presserates 2000 abgedruckt. (APA/sda)

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