Langes Warten auf Berliner Holocaust-Mahnmal

18. Mai 2001, 13:18
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Denkmal am Gelände in der Nähe des Brandenburger Tors soll im Jänner 2004 fertiggestellt sein

Berlin - Das Holocaust-Mahnmal in Berlin wird nach Einschätzung der Vorsitzenden des Förderkreises für das Mahnmal, Lea Rosh, Anfang 2004 fertiggestellt sein. Anvisiert für die Fertigstellung sei der Holocaust-Gedenktag im Jänner 2004, sagte sie am Freitag vor Journalisten in Berlin. Im Herbst diesen Jahres solle das Gelände in der Nähe des Brandenburger Tors von Munition und Trümmern geräumt werden, wie die Sprecherin der Stiftung "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", Sibylle Quack, erläuterte. Im Laufe diesen Jahres solle die Baugenehmigung erteilt werden und die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen. Nach der Frostperiode soll dann im März nächsten Jahres damit begonnen werden, die Baugrube auszuheben.

Der Architekt des Mahnmals, Peter Eisenman, stellte verschiedene Probestelen für das Mahnmal vor. Er favorisiere eine dunkle und feinporige Betonqualität, sagte er. Nach Ansicht Eisenmans wird das Feld mit 2.700 Stelen aussehen wie "Wellen im Meer". Der Architekt betonte, dass das Mahnmal 50 Millionen Mark (25,6 Mill. Euro/352 Mill. S) und "nicht mehr" kosten werde. Die von Eisenman eingereichte Vorplanung wurde laut Stiftung inzwischen von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung baufachlich geprüft und im Hinblick auf die Einhaltung des Kostenrahmens bestätigt. (APA)

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