Bald folgt der Beschluss im Ministerrat

18. Mai 2001, 13:12
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Rauch-Kallat lobt Kindergeld erneut in höchsten Tönen

Klagenfurt - Das bundesweite Kinderbetreuungsgeld, welches mit 1. Jänner 2002 eingeführt wird, wird am 29. Mai des Jahres im Ministerrat beschlossen. Dies teilte ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat am Freitag in Klagenfurt mit. Am 27. Juni erfolgt die Behandlung im zuständigen Ausschuss. Anfang Juli soll es zur Beschlussfassung im Nationalrat kommen, anschließend wird sich der Bundesrat damit befassen. Die Begutachtungsfrist für das Gesetz endet bereits am 21. Mai.

Die Generalsekretärin bezeichnete das Kindergeld als "Meilenstein in der Familienpolitik und langjähriges Anliegen der Volkspartei", dessen "Erfinderin" die inzwischen verstorbene Romana Widhalm sei. Diese habe 1997 die Vision einer umfangreichen Familienunterstützung gehabt. "Für die Volkspartei ist Familienpolitik jedoch mehr als finanzielle Absicherung", sagte Rauch-Kallat. Über das Kindergeld würden auch Wiedereinstieg in den Beruf, Weiterbildung und berufliche Umorientierung usw. während der Karenz ermöglicht werden.

Bewusstsein soll geschaffen werden

"Das ist vielen jungen Familien noch nicht bewusst", sagte die Generalsekretärin. Daher sei es notwendig, in Seminaren die Eltern darauf vorzubereiten. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Gruppe JWWW (Junge Wiener Weiber Wirtschaft), welche sehr gute Arbeitet leiste.

Von den Ländern und von den Gemeinden fordert Rauch-Kallat verstärkte Initiativen im Bereich der Kinderbetreuungsplätze. Dabei handle es sich nicht allein um Kindergärten, sondern auch um eine Betreuung von VolksschülerInnen und von Kindern während der Ferien. Dazu seien flexible Modelle notwendig. "Wir müssen überhaupt die Arbeitswelt familienfreundlicher machen", sagte Rauch-Kallat. (APA)

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