Eishockey: Einer kommt, zwei gehen

18. Mai 2001, 12:35
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DEK Klagenfurt und Zeltweg ziehen sich aus Uniqa-Liga zurück - Sonderwürste für Vienna Capitals

Wien - Ohne DEK Klagenfurt und EV Zeltweg geht Österreichs Eishockey-Elite am 21. September in die neue Saison. Nur neun Vereine (mit den Vienna Capitals als Neuling) werden bis 14. April um den Meistertitel kämpfen, die Rahmenbedingungen dafür wurden am Donnerstag bei einer sechs Stunden dauernden Sitzung in Salzburg geschaffen.

Die hitzigsten und langwierigsten Debatten des Meetings zwischen den Vereins- und Klub-Chefs gab es in der Terminfrage. Man einigte sich schließlich auf drei Unterbrechungen der Meisterschaft. Im November wird eine Woche für den internationalen Länderspiel-Termin pausiert, die U20-B-WM im Dezember erfordert eine knapp zweiwöchige und das Olympia-Turnier im Februar eine dreiwöchige Unterbrechung des Spielbetriebs.

Bis zur Olympia-Pause wird der für jedes Team 32 Spiele umfassende Grunddurchgang abgeschlossen sein. Dadurch soll dem Neuntplatzierten, der als einziger ausscheidet , die kostenintensive, spielfreie Zeit erspart bleiben. Um die durch die Reduzierung der Mannschaften bedingte Einbuße von einigen Heimspielen auszugleichen, wird ab dem Viertelfinale nach "best-of-seven"-Modus gespielt.

Hinsichtlich der Anzahl von Transferkarten gab es nur eine Änderung: Die Vienna Capitals erhielten eine Sondergenehmigung und dürfen fünf Legionäre im Kader haben. Die dominanten Kärntner KAC und VSV erhalten jeweils zwei, die restlichen Klubs vier Transferkarten.

Mit Klagenfurt und Zeltweg werden jeweils aus finanziellen Gründen der Zehnte und Neunte der abgelaufenen Saison fehlen. DEK-Obmann Leopold Leutschacher begründete den Verzicht damit, dass es nicht gelungen sei, einen neuen Hauptsponsor zu finden. Alter und neuer Hauptsponsor der gesamten Liga soll übrigens Uniqa sein, die Versicherung wird laut Wettspielreferent Peter Schramm demnächst die Option für eine Verlängerung der Tätigkeit um zwei Jahre ziehen. Die Zusammenarbeit mit dem Pay-TV-Sender Premiere World soll in Zukunft noch intensiver erfolgen. (APA)

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