Energie AG fürchtet um den Strommarkt

18. Mai 2001, 19:16
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Höhere Preise bei Energie-Allianz-Einstieg

Linz - Bei der oberösterreichischen Energie AG (EAG) geht man davon aus, dass im Falle eines Zusammenschlusses mit der Energie Allianz der Strompreis steigen würde. Gemeinsam hätte man am Strommarkt einen Anteil von rund 80 Prozent, was bedeuten würde, dass "der Markt praktisch nicht mehr vorhanden ist", sagte EAG-Vor- standschef Leo Windtner am Freitag bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses.

"Wenn die Bedingungen der Allianz stimmen, führt kein Weg daran vorbei", ist Windtner nicht grundsätzlich gegen einen Einstieg. Gegenüber dem Land Oberösterreich als Eigentümer habe man aber klargestellt, dass die Causa "rasch finalisiert werden muss". Windtner wünscht sich eine Entscheidung spätestens bis zur Aufsichtsratssitzung Ende Juni. Es habe bereits zwei Verhandlungsrunden gegeben, dabei seien aber Fragen offen geblieben. In der kommenden Woche wollen sich die Strommanager erneut treffen.

Ein Problem könnte es mit der Salzburg AG geben. An diesem Versorger ist die EAG mit 26,1 Prozent beteiligt, gemeinsam gründete man die Vertriebsgesellschaft Best Electric. "Manager und Eigentümer der Salzburg AG haben schon in der Vergangenheit klargestellt, bei einer Kooperation EAG und Allianz sicher nicht mitzugehen", sagte Windtner.

Die EAG konnte den Umsatz trotz Preissenkungen um 0,5 Prozent auf 3,83 Mrd. S (278 Mio. EURO) steigern, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wuchs auf 351 Mio. S, nach 102 Mio. S im Vergleichszeitraum des Vorjahres. (moe, DER STANDARD, Printausgabe 19.5.2001)

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