Joschka Fischer: Grenzveränderungen auf dem Balkan nicht akzeptabel

18. Mai 2001, 11:37
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Albanischer Ministerpräsident Meta in Berlin

Berlin - Deutschland wird nach den Worten von Außenminister Joschka Fischer keine gewaltsame Veränderung von Grenzen auf dem Balkan akzeptieren. Es müsse alles getan werden, um den Terrorismus in der Region zu unterbinden, sagte er am Freitag nach einem Gespräch mit dem albanischen Ministerpräsidenten Ilir Meta in Berlin. Auch der staatliche Zusammenhalt Mazedoniens dürfe nicht in Frage gestellt werden. Fischer bescheinigte der Führung in Tirana eine "verantwortungsvolle Rolle" im Blick auf die anhaltenden Aktivitäten der bewaffneten albanisch-kosovarischen Extremisten. Er sagte Tirana die Unterstützung Berlins beim Abschluss eines Assoziierungsabkommens mit der EU zu.

Meta unterrichtete Fischer über eine Aktion der albanischen Polizei, mit der eine Waffenlieferung an die Extremisten in der Region gestoppt worden sei. Von der Bildung einer großen Koalition in Mazedonien erwartet der Regierungschef, dass sich die Situation der Albaner im Nachbarland verbessert. Er informierte Fischer weiter über die Aufnahme eines Dialogs mit der neuen Regierung in Belgrad. (APA/dpa)

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