Neuste Welle der Vogelgrippe verschlimmert sich

21. Mai 2001, 13:03
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Von Hongkong auf Macau übergegriffen - Hühner-Massentötung hat begonnen

Hongkong - Die in Hongkong grassierende Vogelgrippe hat auch auf das benachbarte Macau übergegriffen. Die Behörden in der ehemaligen portugiesischen Kolonie begannen am Samstag mit der Tötung aller 40.000 Hühner und anderen Geflügels.

Mehrere asiatische Staaten erließen Einfuhrverbote für Geflügel aus Hongkong. Dort waren Behördenmitarbeiter am Samstag mit der Vergasung zehntausender Hühner, Wachteln und Tauben beschäftigt. Insgesamt sollen in den kommenden sechs Wochen in Hongkong 1,2 Millionen Vögel getötet werden.

Dabei handelt es sich nach offiziellen Angaben um eine Vorsichtsmaßnahme. 1997 waren bei einem Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong auch Menschen erkrankt; sechs Infizierte starben. Damals wurden alle 1,4 Millionen Hühner des Territoriums getötet. Bei dem neuerlichen Ausbruch seien bisher keine Menschen zu Schaden gekommen, hieß es. Die Schlachtaktion kostet die Behörden nach eigenen Angaben mehr als 80 Millionen Hongkong-Dollar (161 Mill. S) an Entschädigungszahlungen für Händler und Bauern. Die Geflügelhändler kritisierten die geplanten Zahlungen als nicht ausreichend. (APA/AP)

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