Vogelgrippe in Hongkong: Notschlachtung von 1,2 Millionen Hühnern

18. Mai 2001, 16:55
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1968 starben 46.500 Menschen weltweit an Hongkongs Virus

Hongkong - Wegen des erneuten Ausbruchs einer Vogelgrippe müssen in Hongkong rund 1,2 Millionen Hühner und andere Vögel notgeschlachtet werden. Die Tiere würden innerhalb der zwei Wochen getötet, sagte Hongkongs Umwelt- und Ernährungsminister Lily Yam am Freitag. Zudem habe die Regierung China aufgefordert, Exporte von lebenden Vögeln nach Hongkong zu stoppen. Die Herkunft des Virus sei noch unbekannt. Yam betonte, der Virus stelle keine Bedrohung für den Menschen dar und unterscheide sich von dem Virus von 1997. Damals waren sechs Menschen an den Folgen einer Infektion mit der Krankheit gestorben. In Hongkong werden täglich 100.000 Hühner verspeist. 70 Prozent stammen vom chinesischen Festland.

China wies indes zurück, für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich zu sein. China wolle Hongkong jedoch unterstützen, eine weitere Ausbreitung der Grippe zu verhindern, hieß es. In Taiwan verstärkte die Regierung die Kontrollen an den Flughäfen, um eine Ausbreitung des Virus auf die Insel zu verhindern. Bereits am Mittwoch hatte die Regierung Hongkongs rund 6600 Hühner schlachten lassen, nachdem auf drei Märkten zahlreiche Tiere verendet waren. Der Geflügelhandel soll nach Angaben der Regierung Entschädigungen in Höhe von umgerechnet 8,9 Millionen Euro erhalten.

Erst vor knapp vier Jahren hatte Hongkong nach Ausbruch eines Virus 1,4 Millionen Hühner notschlachten lassen. 1968 starben an einem Virus, der sich von hongkong aus verbreitete, weltweit 46.500 Menschen. (Reuters)

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