ASP-das Ende aller IT-Sorgen?

18. Mai 2001, 16:44
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Initiative zur Förderung von Mietsoftware (ASP) gestartet

Wien - Applicaton Service Providing (ASP), dem Bereitstellen von Software via Internet, soll durch die vor kurzem gegründete Plattform ASP Group Austria zum Durchbruch verholfen werden. Führende österreichische Unternehmen haben sich zur Förderung des ASP-Modells zusammengeschlossen, da "Kooperationen immer wichtiger werden", sagte Kurt Einziger, Sprecher der Initiative, am Donnerstag Abend, bei der Präsentation der Gruppe in Wien.

Das ASP-Modell umfasse einen Internet Service Provider (ISP), der durch seine Anbindung ans Internet gemeinsam mit Hard- und Softwarefirmen, IT- und Beratungsleistungen für Unternehmen anbiete, die keine eigenen Systeme betreiben wollen. Ziel der Gruppe sei es über ASP zu informieren, Standards zu entwickeln und rechtliche Fragen zu klären.

Keine Lizenzen

ASP-Kunden müssen keine Lizenzen erwerben, sondern können über das Internet auf den ASP-Server zugreifen, auf dem sich die Anwendung befindet. Bezahlt wird nur für die tatsächliche Nutzungsdauer und den Umfang der genutzten Software. Dies soll massive Kosteneinsparungen mit sich bringen.

Die ASP Group Austria, eine Arbeitsgruppe der Internet Service Provider Austria (ISPA), vertritt aber auch die Interessen der Mitglieder gegenüber Behörden und anderen Institutionen und fördert den Erfahrungsaustausch über neue technische Entwicklungen.

Interessant für KMU

Unterstützung erhielt die Initiative von Gert Adamek, Leiter des Zentrums für praxisorientierte Informatik an der Donau-Universität Krems. Er meinte, dass "80 Prozent der Anwendungen in Europa internet-basiert sein werden", wobei ASP besonders für Klein- und Mittelunternehmen (KMU) interessant sei. Allerdings vermissten die KMU die Vertrauensbasis zu den ASP-Anbietern. "Diese gilt es nun aufzubauen", so Adamek weiter.

Eine repräsentative Studie des IFES-Instituts zeigt unterdessen, dass lediglich 15 Prozent der österreichischen Unternehmen eine exakte Definition von ASP geben können, und sich Mietsoftware erst bei zwei Prozent im Einsatz befindet. Bei ebenso vielen ist ASP jedoch schon konkret geplant und bei weiteren fünf Prozent zumindest in Diskussion. Ein wesentlicher Faktor dabei sind Sicherheit und Zuverlässigkeit der Dienstleistung. (APA)

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