Friedensgespräche in Sri Lanka ohne Einigung beendet

18. Mai 2001, 21:41
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Norwegischer Sondergesandte verlässt Rebellengebiet

Colombo - Die Friedensgespräche zwischen dem norwegischen Sondergesandten Erik Solheim und den tamilischen Rebellen im Bürgerkriegsland Sri Lanka sind ohne Einigung beendet worden. Beide Seiten konnten sich nicht auf einen Waffenstillstand und die Aufnahme von Gesprächen mit der srilankischen Regierung verständigen, wie die Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) am Freitag erklärte. Solheim habe das Rebellengebiet am Freitag in Richtung der Hauptstadt Colombo verlassen.

Kurz vor Solheims Rückkehr aus dem Rebellengebiet explodierte Angaben des Verteidigungsministeriums in Colombo zufolge eine Landmine auf einer Straße, über die der norwegische Gesandte habe fahren wollen. Bei der Explosion sei ein Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden. Unklar blieb zunächst, ob der Anschlag Solheim galt.

Die LTTE-Rebellen kämpfen seit fast drei Jahrzehnten für die Unabhängigkeit der hauptsächlich von Tamilen bewohnten Gebiete im Norden und Osten des Inselstaats. In dem bewaffneten Konflikt wurden bisher mehr als 60.000 Menschen getötet. (APA)

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