Niederländische Firma soll U-Boot "Kursk" begen

18. Mai 2001, 10:31
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Um 300 Millionen Schilling billiger als die Konkurrenz

Moskau - Russland hat im letzten Moment den Vertragspartner für die Bergung des gesunkenen Atom-U-Boots "Kursk" gewechselt und sich für die niederländische Firma Mammoet Transport BV entschieden. Im Gegensatz zu dem Konsortium um die Öltechnikfirma Halliburton, mit dem bisher verhandelt wurde, habe Mammoet keine Vorauszahlung verlangt, berichtete die Zeitung "Kommersant" am Freitag.

Das im August letzten Jahres mit 118 Mann an Bord in der Barentssee verunglückte Atom-U-Boot "Kursk" soll zwischen Juli und September gehoben werden. Erst am Donnerstag hatte die russische Seite den Firmen Halliburton (Norwegen), Heerema und Smit Tak (Niederlande) mitgeteilt, dass der Vertrag mit ihnen nicht zu Stande komme. Den Zeitungsangaben nach sollte die Arbeit mit Mammoet Russland etwa 50 Millionen Dollar (56,7 Mill. Euro/781 Mill. S) kosten statt der bisher geplanten 70 Millionen Dollar (79,4 Mill. Euro/1,093 Mrd. S).

Bereits vor der Tauchoperation zur Bergung toter Seeleute aus der "Kursk" im vergangenen Herbst hatte Russland kurzfristig den Partner gewechselt. Nach mehrwöchigen Verhandlungen mit der norwegischen Firma Stolt Offshore war der Vertrag an Halliburton gegangen. (APA)

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