Weniger Nebenwirkungen bei Kortison-Präparaten

18. Mai 2001, 09:52
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Hoffnung für Patienten mit Kontaktekzemen und Neurodermitis

Berlin - Patienten, die an einem Kontaktekzem oder Neurodermitis leiden, können auf nebenwirkungsärmere synthetische Kortison-Medikamente hoffen. Pharmakologen der Freien Universität Berlin und Dermatologen der Universität München ist es in Experimenten an einzelnen Hautzellen gelungen, eine Methode zu entwickeln, mit der das Nebenwirkungsrisiko und der therapeutische Nutzen besser abgeschätzt werden können.

Bei längerer Anwendung der so genannten Steroidhormone könne es zu einer dünner werdenden Haut kommen, erklärten die Wissenschaftler. Bei mechanischer Belastung könne die Haut dann sogar reißen. Bislang sei es nicht möglich gewesen, zwischen den einzelnen Hormonsubstanzen eine Abstufung hinsichtlich Nutzen und Risiko zu treffen.

Den Forschern gelang es außerdem, so genannte High-Tech-Arzneimittel zu entwickeln, die die Kortison-Wirkstoffe in der Oberhaut gezielt anreichern können. In naher Zukunft könnten durch die richtige Wahl des Cortison-Präparates unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend vermieden werden, sagten die Wissenschaftler. Selbst bei Kindern, die am stärksten unter der Neurodermitis litten, sei eine solche Therapie zumindest kurzfristig vertretbar. (APA/AP)

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