AT&S-Kurzarbeit bleibt auf Augsburg beschränkt

18. Mai 2001, 09:40
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Mangelnde Nachfrage durch Verspätung der "dritten Mobilfunk-Generation"

Shanghai - Der steirische Zulieferer für die Telekommunikationsindustrie, die am Frankfurter Neuen Markt notierte Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S), Leoben, wird die für das Leiterplattenwerk in Augsburg verfügte Kurzarbeit soweit derzeit absehbar nicht auf andere Produktionsstätten ausdehnen.

"Auch unsere anderen Werke fahren nicht auf Vollauslastung, Maßnahmen wie in Augsburg sind aber nicht notwendig", versicherte Finanzvorstand Harald Sommerer am Freitag im Vorfeld der Grundsteinlegung für ein neues Leiterplattenwerk des Unternehmens in Shanghai in China. Im ehemaligen Siemens-Werk im bayerischen Augsburg werden etwa 10 Prozent des AT&S-Umsatzes generiert. Von der Kurzarbeit in Augsburg sind etwa 400 Personen betroffen.

"Im Ausrüstungsbereich läuft das Geschäft nicht wirklich - der roll out für die dritte Generation hat noch nicht wirklich eingesetzt", sagte Sommerer. Die Kurzarbeit, die mit der Gewerkschaft abgestimmt werden musste, bescherten dem börsenotierten steirischen Unternehmen zusätzliche Flexibilität. So sei es möglich, in denn nächsten drei Monaten Schichten zu reduzieren und bei Bedarf einzelne Produktionslinien überhaupt stillzulegen, sagte Sommerer. (APA)

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