Indischer "Tarzan" nach elf Jahren im Dschungel wieder aufgetaucht

18. Mai 2001, 09:17
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Sudam kann nicht mehr sprechen und hat Angst vor Menschen

Neu Delhi - Nach elf Jahren im Dschungel ist in Indien ein Mann wieder aufgetaucht. Sudam (23) kann nicht mehr sprechen und hat Angst vor Menschen. Die Zeitung "Asian Age" bezeichnete ihn am Freitag als "Tarzan", weil er möglicherweise die ganze Zeit über alleine in den Wäldern im östlichen Bundesstaat Orissa überlebte.

Sudam war 1990 mit einigen anderen Buben aus dem Dorf Baragania in den Wald gegangen, um Feuerholz zu suchen. Dabei hatte er sich verirrt und war seitdem verschollen. Nun entdeckten ihn Dorfbewohner, fingen ihn ein und schnitten ihm Haare und Bart ab.

Sein Vater erkannte ihn sofort. Sudam selbst kann sich offenbar an seine Hütte erinnern. Psychiater, die ihn untersuchten, sagten, die Geschichte Sudams werde sich erst rekonstruieren lassen, wenn er wieder sprechen gelernt habe. (APA/dpa)

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