Lebensstil-Medizin des 21. Jahrhunderts

18. Mai 2001, 14:31
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Der Begriff Wellness und die Idee, die dahinter steht, sind zwar ein Kind des vorigen Jahrhunderts, genauer gesagt der 60er Jahre, ihre richtige Blüte wird diese Lebenseinstellung aber erst jetzt erlangen.

Vor 40 Jahren registrierte die Leistungsgesellschaft in den USA erstmals, dass das Berufsleben und die ungesünder werdenden Lebensgewohnheiten dem Körper einiges abverlangten. Der zunehmende Wohlstand, der sich zu Zeiten des Wirtschaftswunders einstellte, gestattete es, über die Notwendigkeit des "Sich zu Tode Arbeitens" nachzudenken und nach Alternativen in der Lebensführung zu suchen.

Der Wohlfühlaspekt

Die Wellness-Anfänge hatten noch sehr strengen Charakter. Die Präventivmediziner setzten auf mehr körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und erteilten Rauchen und Alkohol eine Absage. Um dem Kind einen Namen zu geben, wurde das Kunstwort Wellness geschaffen - aus Well-being und Fit-ness. Mittlerweile jedoch ist das Konzept zur Lebensstil-Medizin geworden, und – was den entscheidenden Unterschied ausmacht - der Wohlfühlaspekt kam dazu.

Körper-Bewusstsein

Heute verstehen wir unter Wellness, einerseits ein gutdurchdachtes und aufwendiges Verwöhnprogramm, andererseits ein Körper-Bewusstsein, das sich wie ein roter Faden durch das Leben zieht. Wer daran glaubt, dass der Umgang mit sich selbst, die mentale Auseinandersetzun mit der Umwelt und eine aktive Lebensweise das Entstehen von Krankheiten vermeiden kann, wird seinen Körper sowohl von innen als auch von außen pflegen – ohne dabei aber die Grenze zum fanatischen Sportler oder zum fanatischen Ernährungs-Guru zu überschreiten.

Spaß

Wellness muss Spaß machen und muss lebbar sein. Wenn es nicht in den Tagesablauf oder in einen Urlaub integriert werden kann oder wenn es in Stress ausartet, hat es auf Dauer und vor allem für die breite Bevölkerung keine Überlebenschance. (cheb)

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