Verzetnitsch sieht keine Bedrohung durch Migration bei EU-Erweiterung

17. Mai 2001, 22:15
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"Wir brauchen keine Übergangsfrist, wenn sich das Problem nicht als Problem heraus stellt"

Wien - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch lenkt bei der Debatte um Übergangsfristen bei der EU-Osterweiterung auf einen moderateren Kurs ein. "Es ist ja nicht die Bedrohung durch eine große Migrationswelle zu erwarten", so Verzetnitsch in der "Presse". "Unser Ziel kann es nicht sein, die Mauern auf der anderen Seite wieder zu errichten".

Verzetnisch sieht vor allem in der Frage der Tages- und Wochenpendler sowie der Dienstleistungsfreiheit ein Problem für den Arbeitsmarkt. Er verteidigt die Idee von ÖGB und Arbeiterkammer, die Öffnung des Arbeitsmarktes an das Kriterium einer 80prozentigen Lohn-Angleichung zu binden, zeigt sich aber auch für eine flexible Lösung offen. "Ich bin jederzeit bereit zu sagen, wir brauchen keine Übergangsfrist, wenn sich das Problem nicht als Problem heraus stellt". (APA)

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