Singvogel-Schutz in Italien mangelhaft

18. Mai 2001, 11:53
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Verurteilung durch den Europa-Gerichtshof

Luxemburg - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat Italien wegen eines unzureichenden Vogelschutzes verurteilt. Nach dem am Donnerstag verkündeten Urteil muss Italien sicherstellen, dass verschiedene Singvogelarten nicht mehr gefangen genommen werden dürfen.

Die Jagd des Stars, des Feldsperlings und des Italien-Sperlings wurde in Italien zwar 1997 verboten, gesetzlich ist es aber weiter erlaubt, diese Vögel zu fangen und als "Lockvögel" bei der Jagd einzusetzen. Damit, so der EuGH, wurde die europäische Vogelschutzrichtlinie von 1979 nicht ausreichend umgesetzt. Ein Rundschreiben der italienischen Tierschutzbehörde, das auch das Fangen der drei Singvogelarten untersagt, reichte den Luxemburger Richtern nicht aus.

Wegen der Vogeljagd sind in der Vergangenheit Italien, Frankreich und Griechenland immer wieder von Naturschutzverbänden kritisiert worden. Im Dezember hatte der EuGH Frankreich wegen des unzureichenden Schutzes von Zugvögeln verurteilt. (APA)

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