Unis befürchten Chaos wie bei Ambulanzgebühr

17. Mai 2001, 20:49
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Regierung habe keine Vorkehrungen getroffen, die Mehrkosten zu decken

Wien - Ja zum neuen Dienstrecht, Nein zum vorliegenden Gesetzesentwurf: Das haben die Rektoren und die Vorsitzenden der obersten Kollegialorgane der Universitäten nun in seltener Einmütigkeit festgestellt. Wie berichtet, wird am 29. Mai an den Unis voraussichtlich gestreikt. Davor - am 22. des Monats - ist noch eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Bildungsressort angesetzt.

Rektorenchef Georg Winckler kritisierte am Donnerstag in einer Pressekonferenz vor allem, dass das Ministerium keine Vorkehrungen getroffen habe, um die aus der Dienstrechtsreform entstehenden Mehrkosten zu bedecken. Die neuen Vertragsbediensteten kosten dank höherer Arbeitgeberbeiträge mehr als die bisherige Beamtenschaft - 85 Millionen Schilling pro Jahr zu Beginn. Unklar sei auch noch der rechtliche Status des neuen wissenschaftlichen bzw. künstlerischen Mitarbeiters in Ausbildung.

Sollte das Gesetz bereits im Herbst in Kraft treten, könnten "chaotische Zustände" wie bei der Ambulanzgebühr entstehen, warnt Winckler. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 5. 2001, mon)

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