Bill Clinton in Warschau mit Eiern beworfen

17. Mai 2001, 18:48
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19-Jähriger festgenommen - Demonstrationen gegen EX-US- Präsidenten

Warschau - Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat am Donnerstag in Warschau den Zorn von Globalisierungsgegnern auf sich gezogen. Clinton sei mit Eiern beworfen worden, als er ein Antiquitätengeschäft in der Warschauer Altstadt verließ, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP.

Nach dem Ei-Wurf ist ein 19-Jähriger von der Polizei festgenommen worden. Der Grund für seine Tat wurde zunächst nicht bekannt. Clinton wurde von dem Ei am Ärmel getroffen. Zur gleichen Zeit demonstrierten rund einhundert linksgerichtete Aktivisten vor dem Hotel, in dem Clinton am Nachmittag einen Vortrag über Globalisierung und die Weltwirtschaft halten wollte.

Mehr als 100.000 US-Dollar pro Auftritt

Zuvor hatte Clinton am Mittwoch und Donnerstag Station in Wien gemacht, war aber öffentlich nicht in Erscheinung getreten. Das könnte ihm - so gesehen - einige Unannehmlichkeiten erspart haben.

Polen ist die letzte Station auf Clintons Vortragsreise durch Europa. Die Besucher des Festbanketts mit dem Clinton-Vortrag mussten für einen Platz im Publikum umgerechnet 25.000 Schilling zahlen. Das durchschnittliche Monatseinkommen in Polen beträgt knapp 7.000 Schilling. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jänner reist Clinton für Auftritte als hoch bezahlter Gastredner um die Welt. Pro Rede bekommt der ehemalige US-Präsident mehr als 100.000 US-Dollar (113.443 Euro/1,56 Mill. S). (APA/dpa)

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