Deutsche Briefträger werden in Geheimnisse der Hundepsyche eingeschult

18. Mai 2001, 09:22
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Aktion gegen Arbeitsunfällen mit ängstlichen Beissern

Uetersen - Nach ungezählten schmerzhaften Erfahrungen geht die Deutsche Post neue Wege beim uralten Thema "Hund beißt Briefträger". Wie der Sprecher des Unternehmens in Hamburg, Uwe Reher, mitteilte, werden die deutschen "Postboten" künftig in speziellen Seminaren "in die Geheimnisse der Hundepsyche" eingeführt.

Wenn alles nichts nützt, wird die betreffende Adresse einfach nicht mehr beliefert. "Die Hundebesitzer müssen dann selbst ihre Briefe von der Postfiliale abholen", sagte Reher.

Misstrauen unbekannten Briefträger gegenüber

Als besonders gefährdet gelten die Urlaubsvertretungen der Zusteller. Als Fremde erhöhen sie das Misstrauen und die Verteidigungsbereitschaft der "Beißer". Mit einer speziellen Karte werden die Vertretungen von ihren Kollegen vor dem gefährlichen Hund im Zustellbezirk gewarnt. Auch ein Hunde-Abwehrspray wird den Briefträgern auf Wunsch zur Verfügung gestellt. "Vor der Pfefferextraktlösung kapitulieren selbst die bissigsten Hunde", sagte Reher.

30 Prozent der Arbeitsunfälle

In ganz Deutschland verzeichnet die Post jährlich etwa 3.000 Hundebisse, das sind 30 Prozent aller Arbeitsunfälle. Damit sind Hundebisse nach den Wegeunfällen die zweithäufigste Unfallursache in der Postzustellung. (APA/AP)

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