Agassi hält nichts von Wimbledon-Boykott

17. Mai 2001, 15:49
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"Setzt mich, wie ihr wollt, und ich werde kommen und versuchen zu gewinnen"

Hamburg - Andre Agassi würde einen Boykott von Wimbledon wegen der alljährlich umstrittenen Setzungs-Strategie der dortigen Organisatoren nicht unterstützen. "Setzt mich, wie ihr wollt, und ich werde kommen und versuchen zu gewinnen", meinte Agassi nach seiner Zweitrunden- Niederlage am Mittwoch in Hamburg. "Ich weiß, dass ich sieben Spieler schlagen muss, um das Turnier zu gewinnen und es spielt für mich keine Rolle, in welcher Reihenfolge das passiert", meinte der US- Amerikaner.

Einen Boykott, wie ihn einige Sandplatz-Spezialisten, u.a. Gustavo Kuerten, angedroht haben, empfindet er nicht als gute Lösung. "Das wäre sicher nicht der beste Weg, damit umzugehen. Ich glaube nicht, dass es notwendig ist und hoffe, dass es nicht dazu kommt." Im Vorjahr hatten Alex Corretja und Albert Costa wegen ihrer Nichtberücksichtigung in der Gesetztenliste auf eine Teilnahme verzichtet, auch Thomas Muster hatte sich u.a. vor einigen Jahren über die einzigartige Setzungs-Politik der Wimbledon-Veranstalter moniert.

Im Vorjahr hatten die Organisatoren nach einer Boykottandrohung durch die Spanier eine geänderte Vorgangsweise für 2001 versprochen. (APA)

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