"Euro-Rebell" macht gegen große Scheine mobil

17. Mai 2001, 15:25
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Bürgerinitiative für kleinere Euro-Banknoten gab erste Unterschriften im Parlament ab

Wien - Der sich selbst als "Euro-Rebell" bezeichnende Hubert Weißnegger aus dem niederösterreichischen Wilfersdorf hat am Donnerstag nach eigenen Angaben 6.417 Unterschriften mittels einer Sänfte ins Parlament gebracht. Damit habe er sein erstes Etappenziel im Kampf um die Einführung "kleinerer" Euro-Banknoten erreicht, sagte Weißnegger nach Übergabe der Listen. Das angepeilte Ziel von österreichweit 50.000 Unterschriften halte er weiterhin für machbar. Weißenberger hofft - auch via Internet- auf verstärkte mediale Verbreitung seiner Aktion, die noch mindestens bis Ende Mai laufen soll.

Die von Weißnegger gegründete "Bürgerinitiative für 1- und 2 Euro-Banknoten" fordert - wie berichtet - vom österreichischen Nationalrat, sich für die "baldigste" Einführung von Euro-Banknoten mit diesen niedrigen Nennwerten einzusetzen, um die "Münzflut" in den Euro-Geldbörseln eindämmen zu können.

Weißnegger, bisher hauptsächlich als Gründer des Sänftendienstes "Flinker Hirsch" bekannt, ist der Ansicht, dass die kleinste Euro-Banknote mit einem Nennwert von 5 Euro und damit umgerechnet 68,80 S viel zu hoch und damit "fern jeder praktikablen Realität" festgelegt wurde. Zugleich werde es mit der 500 Euro-Banknote (6.880 S) einen Geldschein geben, die in dieser Höhe kaum jemand benötige. (APA)

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